Geschichte - 1906 bis Heute


Gründung, vor dem 2. Weltkrieg

Das im Wald zwischen Volkersdorf und Moritzburg gelegene Gelände umfasst mehrere Gebäude. Das Haupthaus wurde 1906 vom "Verein für Sächsische Volksheilstätten" errichtet und fungierte bis 1939 als "Heilstätte Seefrieden". Man widmete sich vorrangig der Behandlung von Alkoholkranken.

Konstantin Franz, Freiherr von Kügelen war leitender Arzt in der Heilstätte. Der aus Petersburg stammende Hömöopath verstarb 1926 auch hier. Desweiteren hat Edmund von Döhren über 20 Jahre in der Heilstätte praktiziert und sich mit der gewerblichen Staublunge befasst. Er hat sich aber auch intensiv mit der Heilung von Alkoholkranken beschäftigt und wurde in den Jahresschriften lobend erwähnt.

Nach 1945

Im 2. Weltkrieg fungierte das Objekt als Sanatorium und wurde als "Larzarettabteilung der Reserve-Larzarettes 1“ Dresden genutzt. Nach dem Krieg wurde fleissig an dem Objekt gebaut und man konnte im Januar 1946 die Arbeiten abschließen.

Etwa mit dem Entstehen der DDR, wurde die Heilstätte zur "KPD Kreisparteischule" und ab Februar 1946 zu einer von sechs Parteischulen mit angeschlossenem Internat der jungen SED - "SED Bezirksparteischule Dresden". Man hatte zu Beginn Platz für 100 Schüler und erweiterte den Bau sukzessive.

1986 wurde das Gelände nach Osten erweitert, um 10 Bungalows, ein Freizeitgebäude mit Kegelbahn, einen Feuerlöschteich und einen neuen Luftschutz-, sowie einen Nachrichtenbunker (der Abhörzentrale für den Kreis Dresden).

Nach 1989

Nach der Wende 1989 fungierten das Hotel und die Bungalows unter dem Namen "Hotel Seefrieden" als Feriendomizil und das Objekt ging 1994 in Privathand über. Betrieben noch bis 1996 stand es seitdem leer.

Der Zahn der Zeit und Vandalismus taten ihr Übriges um die Gebäude verfallen zu lassen. Es wurde mitgenommen was nicht niet- und nagelfest war oder sich von Schrott zu Geld umwandeln ließ.



Bilder des Zustands 2016

 

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